Tollwut - Impfen schützt

Was meist wie eine starke Erkältung anfängt, wird schnell zu einer ausgewachsenen Krankheit, die schwere Schäden nach sich ziehen kann. Eine Impfung schützt.

 

Stephen King beschrieb die Tollwut in seinem Roman "Cujo" in beängstigender Weise, wie aber ist der Verlauf der Krankheit wirklich? Und wie kann man sich schützen? Nicht nur Stephen Kings Cujo infizierte sich im besagten Film mit der Tollwut, auch in Disneys Yello wurde beim Kampf mit einem Wolf infiziert. Was in Filmen weit entfernt scheint, kann dem eigenen Hund beim Waldspaziergang geschehen, es sei denn er ist geimpft.

 

Bei der Tollwut handelt es sich um eine lebensbedrohliche, durch Viren ausgelöste Infektionserkrankung, die durch den Speichel infizierter Tiere, in der Regel durch einen Biss, übertragen wird. Jährlich werden in Deutschland ein bis drei Fälle gemeldet. An der Tollwut können nahezu alle Säugetiere und auch Vögel erkranken. Sie wird vornehmlich durch wildlebende Fleischfresser übertragen, in unseren Breitengraden steht der Fuchs an erster Stelle. In Amerika sind es die Waschbären und Skunks, die die Krankheit auf Hund und Katze übertragen können. In Ausnahmefällen kann eine Infektion des Menschen durch Hund- und Katzenbisse mit dem Virus erfolgen.

 

Symptome

Infizierte Tiere verändern ihr Verhalten, werden nervös, scheu, haben Schluckbeschwerden und vermehrten Speichelfluss. Sie haben große Schmerzen im Bereich der Bissstelle, sind wasserscheu und sind ängstlich. Im weiteren Verlauf der Krankheit werden die Tiere aggressiv, beißen und schnappen nach Artgenossen und Menschen. Kurz vor ihrem Tod, der Nach kurzem Krankheitsverlauf folgen hochgradige Lähmungserscheinungen infolge dessen jede Erkrankung nach dem Auftreten der ersten Symptome tödlich endet. Eine Therapie des Tieres ist nicht möglich. Beim Menschen kann u.a. mit einer passiven Immunisierung der Krankheitsausbruch meistens verhindert werden. Diese Maßnahme müssen aber sofort nach einem Biss eingeleitet werden. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem Biss durch ein infiziertes Tier bis zum Auftreten erster Krankheitszeichen beträgt zwischen acht Tagen und zwei Monaten. Auch längere Inkubationszeiträume sind möglich. Die Tollwut gehört zu den anzeigepflichtigen Infektionskrankheiten.

 

Vorbeugen

Seit einigen Jahren wird versucht, den Fuchs durch eine Schluckimpfung zu schützen. Dabei wird der Impfstoff von den Tieren mit ausgelegten Hühnerkopfködern aufgenommen. Wie schon erwähnt ist eine Therapie der Tollwut nicht möglich, deshalb ist es umso wichtiger, Hunde und Katzen durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Diese wird im Impfpass eingetragen und somit ist auch ein Grenzübertritt ins Ausland erlaubt ist, sofern keine anders lautenden Einfuhrbestimmungen oder Quarantäne vorgeschrieben sind.